Stadt- und Landhonig

Wir bringen den Stadt- und den Landhonig zusammen. Jede Region bringt ihre Vorteile mit sich. Wir imkern sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Auf dem Land haben wir im Frühjahr eine reiche Obstblüte, die mit der Wildkirsche startet und über die Pflaume, den Apfel und die Birne fortschreitet. Weide, Löwenzahn und Weißdorn runden den Geschmack des Honigs ab. In der Stadt ist diese Vielfalt ähnlich, sie beginnt nur zwei Wochen früher, was sich auch in einer schnelleren Entwicklung der Bienenvölker widerspiegelt. Im Sommer geht es dann im städtischen Bereich mit Akazie (Rubinie) und Linde weiter. Aber auch die Kleingartenanlagen, üppige Balkonbepflanzungen und auch Friedhofsgärten liefern den Bienen Nektar. Auf dem Land finden die Bienen den würzigen Honigtauhonig (Waldhonig). Die Linde liefert auch hier - wie in der Stadt - Nektar und Honigtau. Als Massentracht ist hier der Klee ein willkommener Nektarlieferant. Die letzte Tracht des Jahres ist, sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt, dann das Drüsige Springkraut.

Beide Lebensräume haben für die Bienen ihre Vorzüge und bieten eine Menge Potenzial. Viele Imker haben dies erkannt und bieten den Bienen beide Lebensräume an. Die Arbeit des Imkers unterscheidet sich hierbei nur in Feinheiten. Für uns ist die Arbeit in beiden Lebensräumen eine Bereicherung und macht die ohnehin schon spannende Arbeit mit den Bienen noch interessanter.

Der Honig beider Standorte hat jeweils seinen eigenen Charakter. Sie können aus einer Vielfalt an Geschmacksrichtungen wählen.

Kurze Info zur Verfügbarkeit:

Am Ende unseres Bienenjahres ist der Honig nur noch begrenzt verfügbar. Ab Mitte Mai werden wieder nach und nach alle Sorten verfügbar sein. Bis dahin bitten wir Euch um etwas Geduld. Dankeschön!

Unser Bienenjahr 2020

Liebe Honigkunden,

„Das ist ein komisches Jahr“, haben wir in diesem Jahr immer mal wieder bemerkt. Der Esstisch war belegt durch Home-Office. Gerd arbeitete tageweise zuhause, und unsere Kinder, im ersten Studienjahr und auf der Zielgeraden zum Abitur, saßen ebenfalls wieder am Wohnzimmertisch.

Im Dezember 2019 hatten wir unsere Bienenvölker in Köln Mülheim vor einem starken Sturm noch einmal zusätzlich sichern müssen. Die Bienenstöcke haben wir mit Spanngurten auf Paletten befestigt. Alle Bienen sind zum Glück auf dem Dach geblieben!

Die Arbeit an den Bienen begann im April. Alle unsere Wirtschaftsvölker waren gut über den Winter gekommen. Allein bei den Jungvölkern gab es Verluste, die wahrscheinlich durch eine zu hohe Varroamilben-Belastung verursacht waren. Anlass, noch einmal die Art und Weise der Varroa-Bekämpfung anzupassen.

Das milde Frühjahr brachte eine frühe und lange Obstblüte ohne Regen- und/oder Frostperioden, die Bienen konnten – im Gegensatz zum Vorjahr - eine sehr gute Frühtracht eintragen. Der folgende sehr trockene Sommer brachte eine eher bescheidene Blütenbildung, es gab z.B. keine nennenswerte Kleeblüte, wenig Sommertracht, und auch den Lindenhonig konnten die Bienen nur sparsam eintragen. Mitte Juli hatten wir schon den letzten Honig geschleudert und haben angefangen, für den Winter einzufüttern.

Im Hochsommer hatten wir zur Auffrischung des Erbgutes unserer Bienen neue Bienenköniginnen in Luxemburg gekauft und sie auch bereits vermehrt, so dass jetzt etwa die Hälfte unserer Völker mit neuen Königinnen versorgt ist, die dann im nächsten Jahr hoffentlich für gute Brut sorgen werden.

Über die Trockenheit müssen wir nicht mehr viele Worte verlieren. Unser Weiher hatte einen bisherigen Tiefstand erreicht (das ist immer auch Indikator für den Grundwasserspiegel), und wir machen uns Gedanken über die Entwicklung in den nächsten Jahren. Das Fichtensterben ist im Sommer auch in unserem Wald angekommen. Der Opa wird im Winter zusammen mit unserem Sohn einige Fichten fällen müssen.

Übrigens: Auch Imker sind im Winter nicht ohne Beschäftigung. Gerd schreinert unter anderem ein wenig und baut Honigräume aus Holz für die Bienen selbst. Außerdem müssen Mittelwände eingelötet und das eigene Bienenwachs, das bei der Bearbeitung gewonnen wurde, eingeschmolzen werden.

Über was wir uns in diesem Jahr besonders gefreut haben:

Mittlerweile haben wir einige treue Privat- und auch Geschäftskunden.

Firmen unterstützen uns weiter mit einer Bienenpatenschaft und vergeben unseren Honig an Mitarbeiter und Kunden und bemühen sich an ihren Standorten sehr um den Insektenschutz.

Wir hatten unter anderem wieder sehr viele Wildbienen am und ums Haus, in den Beeten summte und brummte es! Im nächsten Jahr machen wir weiter mit der Staudenvermehrung.

Wir wünschen uns und Ihnen allen ein gutes und gesundes Jahr 2021!

Herzliche Grüße

Familie Weißenberg